
- Umstrittener Entwurf: Schweizerische Botschaft Berlin, 1995-2000, © Christian Richters

- Zwischen Faustschlag und Fingerspiel: Schweizerische Botschaft in Berlin, © Roland Halbe

- Nationalgalerie für Moderne Kunst Rom, Wettbewerb 2000, 1. Preis, © Diener & Diener

- Sammlung Rosengart Luzern, 1999-2002, © Christian Richters
09.10.2004
Ausstellung Diener & Diener in München
Die Pinakothek der Moderne in München zeigt die Arbeiten des Architekturbüros Diener & Diener. Die Ausstellung "Von innen und außen bewegt" wird bis zum 09.01.2005 zu sehen sein.
"Immer wollen wir etwas bewegen, den Ort, die Stadt ausloten, schärfen oder verändern", so Roger Diener über seine Arbeit. Eine formale Strenge, die zu kontroversen Entwürfen führt, kennzeichnet die Arbeit des angesehenen und international beachteten Architekturbüros mit Sitz in Basel und Berlin. So zum Beispiel beim Bau der Schweizer Botschaft in Berlin: Der von Rationalismus und der Auseinandersetzung mit Minimalismus geprägte Ansatz wurde in der FAZ beschreiben mit den Worten "auf den ersten Blick ein Faustschlag, enthüllt sich dem zweiten als subtiles Fingerspiel".
Die Ausstellung ist aufgeteilt in die Themen "Stadtansichten", "Bibliothek der Ideen" und "Aus der Nähe". Die "Stadtansichten" werden mit 24 Modellen und Lageplänen veranschaulicht. In der "Bibliothek der Ideen" gibt es das "Archiv der Konzepte", eine Sammlung der europaweiten Wettbewerbsbeiträge. Diese Ideen stellen Überlegungen dar, die sich noch in Transformation befinden können, im Gegensatz zu den realisierten Projekten. Im dritten Raum werden vier ausgewählte Bauten "aus der Nähe" präsentiert: die Schweizerische Botschaft in Berlin (1995-2000), die Sammlung Rosengart in Luzern (1999-2001), das in Ausführung befindliche Novartis Pharma Headquarter in Basel sowie die Planung der Erweiterung der Galleria Nazionale d'Arte Moderna in Rom. Detaillierte Modelle, Wettbewerbs- und Ausführungspläne veranschaulichen die Entwicklung der Konzepte von der Planung bis zur Ausführung.
Seit Beginn seiner Laufbahn ist Roger Diener in der Lehre tätig: 1985-1989 als Professor an der "Ecole d'Architecture Polytechnique (EPF)" in Lausanne, als Gastdozent an der "Harvard University, Graduate School of Design" in Cambridge, MA, an der Architekturschule Wien, an der "Academie van Bouwkunst" in Amsterdam und der Königlich Dänischen Akademie der Künste in Kopenhagen. Seit 1999 ist Roger Diener Professor für Architektur und Entwurf an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich und führt zusammen mit Jacques Herzog, Marcel Meili und Pierre de Meuron das Studio Basel, Institut Stadt der Gegenwart, der ETH Zürich.
Am 29.10.2004 um 18.00 hält Prof. Roger Diener im Ernst von Siemens-Auditorium in der Pinakothek der Moderne einen Vortrag über seine Arbeit.
Diener & Diener
Von innen und außen bewegt.
Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne.
30.09.2004 – 09.01.2005





