21.06.2006
Die besten Designer des red dot award: product design 2006: Johann Epple und Tom Maier
Das ein Traktor gleichzeitig Kraft, Leichtigkeit und Schnelligkeit vermitteln kann, zeigt der Fendt 936 Vario, ein leistungsstarker High-Tech-Traktor, für dessen eindrucksvolle Gestaltung die Designer Johann Epple und Tom Maier mit einem red dot: best of the best geehrt wurden. Die Gestaltung des Fendt 936 Vario haben sie uns persönlich erläutert:
„Die Gestaltungsaufgabe für den Fendt 936 Vario bestand darin, ein für die Marke „Fendt“ signifikantes, innovatives, funktionsorientiertes und ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild zu entwickeln. Charakteristisch für diesen neuen Fendt-Großtraktor ist das ausdrucksstarke Äußere, das Form und Funktion konsequent und optimal aufeinander abstimmt. Durch die nach hinten ansteigende, taillierte Motorhaube – zusätzlich betont durch die für Fendt typischen Rippen über den seitlichen Luftaustrittsöffnungen – werden Kraft und Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs eindrucksvoll signalisiert. Die deutlich ausgeformten hinteren Kotflügel unterstützen die kraftvollen Proportionen. Die Designthemen der neu entwickelten Kabine sind bestimmt von Klarheit und Leichtigkeit, gepaart mit Funktionalität und Ergonomie. Übersichtlichkeit und Bedienungsfreundlichkeit spiegeln die Gestaltung des gesamten Fahrerplatzes in idealer Weise.“
Mit Leichtigkeit – Ästhetische Kraft für Feld und Straße
Ratternde Landmaschinen sind heute fast aus dem Straßenbild verschwunden. Durch einen Trend hin zu immer größeren landwirtschaftlichen Flächen werden auch die Traktoren immer mehr zu leistungsstarken High-Tech-Tools, die weite Strecken bearbeiten und zurücklegen müssen. Die Gestaltung des Fendt 936 Vario ist vor diesem Hintergrund besonders interessant, da sie einem solchen Traktor eine Leichtigkeit und emotionale Formensprache verleiht, die ihn wie einen modernen Pkw anmuten lässt. Seine Formensprache resultiert zu einem großen Teil aus der Gestaltung mit großzügigen und ausgewogenen Proportionen. Die Motorhaube verjüngt sich zur Kabine hin und fällt nach vorn ab. Beim Betrachter entstehen Assoziationen von Kraft und Schnelligkeit. Für einen nahtlosen Übergang von der Straße zum Feld ist der 360 PS starke Traktor mit einer einzelradgefederten Vorderachse und einem ausgeklügelten Reactive-Lenksystem sowie einer Zweikreis-Vierrad-Bremsanlage ausgestattet. Er erreicht auf diese Weise Fahrsicherheit und auch die Fahrqualitäten eines Lkw. Die Anmutung eines High-Tech-Tools wird bei diesem Traktor auch im Innenraum fortgeführt. Die serienmäßig mit einer Klimaanlage ausgestattete Fahrerkabine bietet ein hohes Maß an Komfort mit einer guten Rundumsicht. Durch eine pneumatische 3-Punkt-Kabinenfederung und eine integrierte Niveauregulierung sind für den Fahrer die Unebenheiten des Feldes kaum mehr zu spüren. Alle Bedienelemente des Traktors sind gut erreichbar auf einer ergonomisch gestalteten Multifunktionsarmlehne angeordnet. Ein optional aktivgefederter Sitz lässt sich inklusive dieser Armlehne 20 Grad nach links und rechts schwenken – bei der Rückfahrvariante kann der gesamte Fahrerstand sogar um 180 Grad im Uhrzeigersinn gedreht werden. Jeder Fahrer kann sich seinen Arbeitsplatz somit komfortabel einrichten – die Arbeitsmaschine wird zum mobilen Lebensraum.
Über Johann Epple und Tom Maier
Johann Epple, geboren 1946, machte von 1961 bis 1964 eine Ausbildung zum technischen Zeichner. Von 1965 bis 1968 absolvierte er die Technikerschule für Maschinenbau und war anschließend als Konstrukteur im Sondermaschinenbau bei der Firma Niehoff tätig. Seit 1977 arbeitet Johann Epple bei Fendt, wo er zunächst in der Vorentwicklung mit der Gestaltung von Kabine, Ergonomie und Design betraut war und seit 1992 in der Projektabteilung für Großschlepper mit den Schwerpunkten „Fahrerplatz“, „Ergonomie“ sowie „Interieur und Exterieur“ tätig ist. Unter seiner gestalterischen Federführung im Interieur und Exterieur entstanden der richtungsweisende Fahrerplatz der Baureihen 400 und 700, das Fahrzeug Farmer 309, die aktuelle Schmalspur-Baureihe 200 und der neue Fendt 300 Vario.
Tom Maier, geboren 1979, studierte Industrial Design an der Fachhochschule München und schloss 2005 mit dem Diplom ab. Bereits während seines Studiums bearbeitete er verschiedene interdisziplinäre Designprojekte, darunter eine Schlepper- Zukunftsstudie und Messebaukonzepte für die AGCO GmbH, und war jeweils verantwortlich für die Formgebung im Interieur und Exterieur.









