Gewinner des red dot: junior prize, Dennis Dominguez aus Köln
www.dennisdominguez.com
„Stereotype“

red dot: junior prize geht an Dennis Dominguez

Nachwuchsförderpreis für die pointierte Visualisierung von Klischees

Das Buch „Stereotype“ behandelt das Thema Vorurteile und nationale Stereotypen. Es nimmt Allports Ansatz auf, wonach mit Vorurteilen behaftete Menschen diejenigen eines anderen Geschlechts, einer anderen Berufsgruppe, Nation oder Religion nicht als individuelle Personen, sondern als Abbild einer mit bestimmten Klischees besetzten Gruppe wahrnehmen. Unterhaltsam und fundiert veranschaulicht das Buch, wie Redensarten aus aller Welt zu spezifischen, nationalen Archetypen gerinnen und sich in unseren Köpfen festsetzen. Untermauert mit Zitaten berühmter Politiker, Schriftsteller oder Journalisten, werden 20 verschiedene Karikaturen von nationalen Stereotypen in stilisierten und plakativ gestalteten Illustrationen auf den Punkt gebracht. In ihrer auch farblich reduzierten Darstellung setzt die Bildsprache das Thema stimmig und sinnfällig um.

Über den Gewinner Dennis Dominguez
Dennis Dominguez studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Dortmund und arbeitete anschließend in verschiedenen Agenturen wie der Peter Schmidt Group, Claus Koch Identity, Interbrand und der desres design group in Frankfurt/Main. Das Thema seiner Abschlussarbeit hat er sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen, obwohl er sich selbst als waschechten Kölner bezeichnet. Doch als Sohn einer Slowenin und eines Spaniers ist er mit den typischen Zuschreibungen, wie die eine Nation die andere sieht und umgekehrt, groß geworden. Seine „Studien“ dazu konnte er unter den ausländischen Gaststudenten an der Academy of Fine Arts and Design in Ljubljana später noch vertiefen und dabei die interessante Erfahrung machen, dass auf einer Weltkarte der nationalen Stereotypen jeder Volksgruppe ganz ähnliche Vergehen angelastet werden müssten. „Wir alle sind voller Vorurteile und brauchen sie zur Einordnung“, erzählt Dennis Dominguez im Interview mit red dot. „Der Umgang damit, dass wir immer mit erhobenem Zeigefinger darüber sprechen, weil Vorurteile doch schlecht sind, war dann einer der Schlüssel, sie als Karikaturen zu visualisieren.“

Über den red dot: junior prize
Der Nachwuchspreis wird seit dem Jahr 2000 an die beste studentische Arbeit innerhalb des red dot award: communication design verliehen und gehört zu den höchstdotierten Juniorpreisen international. Mit dem Wettbewerb bietet red dot angehenden Gestaltern eine herausragende Plattform zur Qualifizierung und Präsentation ihrer Arbeiten. „Weil Kreativität und ein fundiertes Know-how für den Start einer erfolgreichen Karriere heute nicht mehr ausreichen, brauchen junge Designer die Möglichkeit, sich auf einer internationalen Bühne zu messen und die Qualität ihrer Arbeiten von einer unabhängigen Expertenjury beurteilen zu lassen“, so Professor Dr. Peter Zec, Initiator des red dot design award. Eine Auszeichnung in dem zu den wichtigsten und größten Wettbewerben der Branche zählenden red dot award: communication design sichert dem Designnachwuchs darüber hinaus die Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit.