14.10.2010

Simply the best - die Nominierten für den red dot: grand prix

Diese Woche: Nichts als Werbung?!

Die Aussichten für Kommunikationsdesigner und Werbeagenturen sind derzeit so rosig wie lange nicht. Allenthalben vermelden Branchenexperten und Institute ein Wirtschaftswachstum, das auch die Kommunikationsdesignbranche beflügelt. Von diesem Aufwärtstrend werden insbesondere die Kreativen profitieren, die in den vergangenen Monaten auf Qualität und Mut gesetzt haben. Denn sie haben ihre Chance genutzt, sich durch starke Ideen von der Konkurrenz abzusetzen. Wir möchten Ihnen in den kommenden Wochen einige dieser Designer und Agenturen vorstellen. Unter mehr als 6.000 zum red dot award: communication design 2010 eingereichten Arbeiten stechen ihre Werke so deutlich heraus, dass die Jury sie für einen red dot: grand prix nominiert hat. Diese höchste Einzelauszeichnung des Wettbewerbs wird pro Kategorie nur an maximal eine Arbeit vergeben. Bis zur Preisverleihung am 8. Dezember 2010 bleibt es jedoch noch spannend – erst auf der Bühne werden die Gewinner des red dot: grand prix verkündet. Bis es soweit ist, können Sie sich selbst schon einmal ein Bild von den Arbeiten machen. In den nächsten sechs Wochen stellen wir Ihnen jede Woche die Nominierten einer Kategorie vor.

Den Anfang macht die Werbebranche mit der Kategorie „Advertising“:


„Fashion Faces“, FutureBrand Germany

Werbung kann Mode ein Gesicht verleihen – dass dies nicht nur mithilfe von Models gelingt, beweist die Agentur FutureBrand Germany mit ihrer Posterkampagne für den neuen Online-Fashionstore „Yalook.com“ eindrucksvoll: Einzelne Kollektionsstücke wie etwa eine Diesel-Jeans oder ein Hemd von Cinque werden so zusammengelegt, dass sie ihr wahres Gesicht zeigen, ihr „Fashion Face“. Diese Fashion Faces, fotografiert von Bela Borsodi in New York, werden zu den Stars dieser einzigartigen und lautstarken Kampagne. Das Ergebnis ist bisweilen diabolisch – aber eben auch teuflisch gut und deshalb nominiert für einen red dot: grand prix.
www.yalook.com, www.futurebrand.com

 

„Hangover“, Heye Group

Eine Kopfschmerztablette vor dem Zubettgehen mag eine Art der Prophylaxe gegen die unangenehmen Nachwirkungen des abendlichen Alkoholkonsums sein – die einzige ist sie nicht, glaubt man der McDonalds-Werbung „Hangover“. Der Genuss eines Bic Macs kann ähnliches bewirken, suggeriert die     Anzeige. Er ist eben mehr als nur ein Burger. Das Plakat aus der Feder der McDonalds Stammagentur Heye soll mit Witz und Intelligenz junge Menschen auch nachts in eine der vielen Filialen ziehen, die rund um die Uhr geöffnet haben, um so den nächtlichen Umsatz zu steigern. Von Katerstimmung kann bei dieser Arbeit keine Rede sein, weshalb sie auch für einen red dot: grand prix nominiert wurde. www.mcdonalds.de, www.heye.de

 

„Braun Hair Tattoo“, BBDO Germany

Wie positioniert man einen Trimmer als das akkurateste Styling-Gerät für Männer und verletzt dabei nicht gleichzeitig den Stolz der Zielgruppe ? BBDO Germany entschied sich für den Weg, die extreme Präzision des Precision Trimmer aus dem Hause Braun auf humorvolle Art zu dramatisieren: Die Plakatkampagne zeigt filigranste „Haar-Tattoos“, die durch das Herausrasieren von Linien und Flächen geschaffen wurden, mit männlich-markanten Motiven auf Männerrücken und –brust. Hier trifft Präzision in Form des Trimmers auf den vermeintlich männlichen Makel Körperbehaarung und schafft dadurch Perfektion. Die Botschaft kommt an - auch bei den Juroren, die „Hair Tattoo“ für einen red dot: grand prix nominieren. www.braun.com, www.bbdo.de

 

„Ungesehen“, BBDO Germany

Fotos aus Bildarchiven haben den Ruf, langweilig und fantasielos zu sein und wirken häufig, als hätte man sie schon Millionen mal gesehen. SPUK Pictures hingegen will sich als Stock Photo Agency für exklusive und spannende Bilder positionieren. BBDO Germany kreiert unter dem Motto „See the Unseen“ ein Beispiel für ein ganz besonderes Bild, mit dem sie Aufmerksamkeit nicht nur bei der eigentlichen Zielgruppe, den Medienexperten, sondern bei jedem generiert, der das Bild in der Tageszeitungsanzeige sieht: Denn es ist der Gegenschuss zu einem der wohl bekanntesten Fotos der Welt, dem Bild, auf dem Marilyn Monroe in ihrem weißen Neckholderkleid zu sehen ist, wie sie über einem Luftschacht steht und den hochwehenden Rock herunterdrückt. Bislang „ungesehen“ der Blickwinkel desjenigen, der vielleicht zum richtigen Zeitpunkt unter dem Gitter stand… Eine Kreativleistung, die die Juroren des red dot award: communication design 2010 bereits mit einem red dot: best of the best ausgezeichnet und für den red dot: grand prix nominiert haben.

www.spuk-pictures.de, www.bbdo.de

 

„A part of Italy“, Philipp und Keuntje

Lamborghini gehört zu Italien wie Pizza, Pasta, Vespa oder Espresso – diese Aussage vermittelt die Anzeigenkampagne „A part of Italy“ von Philipp und Keuntje für Lamborghini absolut unzweideutig, wenn man einen näheren Blick auf die hierfür kreierten Bilder wirft: Auf ihnen sind typische italienische Stadtansichten zu sehen, deren Besonderheit sich erst auf den zweiten Blick offenbart: Hier wurde fast alles kompromisslos durch Lamborghini-Bauteile ersetzt. Eine charmante Idee, die trotz Rosttönen alles andere als verstaubt wirkt und damit ebenfalls für den red dot: grand prix nominiert ist. www.lamborghini.com, www.philippundkeuntje.de


Schon jetzt möchten wir Sie herzlich einladen, sich den Abend der Preisverleihung am 8. Dezember 2010 freizuhalten und dabei zu sein, wenn es heißt „And the winner is…!“ Der Ticketvorverkauf startet demnächst.

In der nächsten Woche stellen wir Ihnen unter dem Motto „Der erste Eindruck zählt“ die Nominierten in der Kategorie Verpackungsdesign vor.