Dirk Schumann, Nils Toft, Tony Chang
Gordon Bruce, Takashi Tabata, Cheng-Neng Kuan
Vivian Wai-kwan Cheng, Prof. Florian Hufnagl
Stefan Diez, Marcello Morandini, Sebastian Conran
Prof. Lutz Fügener, Ken Okuyama, Martin Darbyshire
Simon Ong, Guto Indio da Costa

Nach welchen Kriterien wählt die red dot-Jury die Preisträger aus?

Design spielt in den unterschiedlichsten Lebensbereichen eine Rolle. So hatten Designer, aber auch Hersteller 2012 die Möglichkeit, ihre Arbeiten in 19 verschiedenen Kategorien des red dot award: product design einzureichen. Es gibt kaum ein Produkt, das nicht zum Wettbewerb angemeldet werden und potentiell gewinnen kann. Ob die Designs mit dem red dot ausgezeichnet werden, entscheidet aber eine Jury aus unabhängigen Experten.

Die renommierten Fachleute sind Koryphäen auf ihren jeweiligen Gebieten und tragen somit erheblich zur Qualität des Wettbewerbs bei. Sie legen bei der Bewertung der Arbeiten höchste Standards an und beziehen verschiedene Kriterien in ihre Entscheidungsfindung mit ein. Dazu gehören unter anderem Aspekte wie der Grad der Innovation, die Funktionalität oder die ökologische Verträglichkeit. Das bedeutet aber nicht, dass ein Produkt alle Bewertungskriterien gleichermaßen erfüllen muss, um ausgezeichnet zu werden. Die Kriterien bilden einen Orientierungsrahmen, so dass manche Eigenschaften mehr in den Vordergrund rücken, während andere ein wenig in den Hintergrund treten.

Im Februar 2012 ist es wieder so weit: 30 Experten kommen aus aller Welt in Essen zusammen, um über die besten Designs des Jahres zu entscheiden. Wer wird die Fachleute mit seiner Arbeit für sich gewinnen? Und wer wird mit dem begehrten red dot ausgezeichnet? Das wird man erst Ende des Monats wissen. Jetzt steht aber schon fest, welche Maßstäbe zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

Bewertungskriterien des red dot award: product design 2012

Innovationsgrad:
Ist das Produkt als Ganzes neu oder fügt es dem bereits existierenden eine neue, wünschenswerte Qualität hinzu?

Funktionalität:
Erfüllt das Produkt hinsichtlich der Handhabbarkeit, der Bedienbarkeit, der Sicherheit und der Wartungsfreundlichkeit alle gestellten Anforderungen, und wird das Produkt leicht verständlich in der Gebrauchsanweisung erklärt?

Formale Qualität:
Wie schlüssig sind die Logik im konstruktiven Aufbau und die Folgerichtigkeit in der formalen Ausarbeitung? Wie verhält sich die Form gegenüber der Funktion?

Ökologische Verträglichkeit:

Stehen Material, Materialaufwand, Fertigungstechnik und Energieverbrauch in einem angemessenen Verhältnis zum Produktnutzen? In welchem Ausmaß werden Entsorgungsprobleme und Fragen der Rohstoffrückgewinnung berücksichtigt?

Ergonomie:
Ist das Produkt in angemessener Weise den physischen und ggf. auch psychischen Bedingungen des Benutzers angepasst?

Langlebigkeit:
Ist das Produkt sowohl in seiner materiellen wie auch in seiner formalen und ideellen Beschaffenheit auf eine lange Lebensdauer angelegt?

Symbolischer und emotionaler Gehalt:

Was bietet das Produkt dem Benutzer über den unmittelbaren praktischen Zweck hinaus an sinnlicher Qualität oder an Möglichkeiten des spielerischen Umgangs oder der gefühlsmäßigen Aneignung?

Produktperipherie:

Wie ist das Produkt als Bestandteil eines Systems in das Systemumfeld integriert? Wie werden Verpackungs- und Entsorgungsfragen gelöst?

Selbsterklärungsqualität:

Was teilt das Produkt über seinen Zweck und seine Handhabung mit, ohne dass man die Gebrauchsanweisung kennt? Wie sind Produktsemantik und Produktgrafik ausgeprägt?

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