Interviewreihe mit red dot award: design concept-Siegern
Während der finalen Teilnahmephase des red dot award: design concept 2012 präsentieren wir eine Interviewserie mit einigen der herausragenden Siegern des vergangenen Jahres und berichten über ihre neuesten gestalterischen Anstrengungen nach der Auszeichnung mit einem red dot.
Der Snug Chair, dessen Design durch die Form und Ästhetik des Sitzsacks inspiriert wurde, brachte dem in Australien lebenden Designer Dennis Abalos im letzten Jahr einen red dot beim red dot award: design concept ein. Im Interview berichtet der Designer über seine Zusammenarbeit mit Feel Good Designs, die halfen, aus dem Konzept ein kommerzielles Produkt zu realisieren.
red dot: Was bedeutet es Ihnen, für Ihr Design mit dem red dot beim red dot award: design concept ausgezeichnet worden zu sein?
Dennis Abalos: Der red dot für mich und den Snug Chair bedeutet natürlich internationale Anerkennung. Es ist großartig die Möglichkeit zu haben, sein Design-Konzept auf einer weltweiten Skala zu präsentieren und dann auch noch von renommierten Juroren ausgezeichnet zu werden.
red dot: Was hat Sie zu einem solchen Design inspiriert?
Dennis Abalos: Der Snug Chair ist von der Form und Ästhetik her an einen Retro-Sitzsack angelehnt. Die Intention hinter dem Snug Chair war es, einen organisch geformten Sitz aus einer ganzheitlichen Form zu schaffen.
Ein Freizeitsessel fürs Zuhause, der sowohl eine bequeme Sitzgelegenheit als auch eine einzigartige, skulpturale Ästhetik in jeder Umgebung bietet.
red dot: Warum haben Sie sich dazu entschieden, dieses Design zum red dot award: design concept anzumelden bevor es ein kommerzielles Produkt wurde?
Dennis Abalos: Ich dachte mir, der Snug Chair ist ein großartiges Konzept und seine besondere Form und Ästhetik ist außergewöhnlich genug, um mit dem red dot ausgezeichnet zu werden. Ich habe ihn eingereicht, um für sein starkes und einzigartiges Konzept Anerkennung zu erhalten.
red dot: Welchen Herausforderungen mussten Sie sich stellen, als Sie Ihr Konzept realisierten?
Dennis Abalos: Der Snug Chair musste einige Prototyp-Phasen durchlaufen, damit der Sessel das perfekte Level an Komfort erreichen konnte: Ich habe zudem die Form in verschieden Materialien, von Fiberglas über Sperrholz und Bambus bis letztendlich Rattan ausprobiert.
Es ist notwendig so viele Testprodukte herzustellen und Änderungen vorzunehmen, um nicht nur die Form der Funktion, sondern auch die Form der Ästhetik und des skulpturalen Anspruchs zu perfektionieren.
red dot: Wie wir wissen, kann der Snug Chair auf der Website von Feel Good Designs bestellt werden. Wie war die Resonanz bisher? Was für ein Feedback haben Sie erhalten?
Dennis Abalos: Es ist zwar noch zu früh darüber zu Urteilen, aber die allgemeine Resonanz war großartig – sehr viel Interesse. Was den Verkauf angeht, regelt Feel Good Designs diesen Aspekt für mich.
red dot: Wie ist Ihre Zusammenarbeit mit Feel Good Designs zustande gekommen?
Dennis Abalos: Ich habe vor über einem Jahr Feel Good Designs kontaktiert um einige Holzmöbel für ihre neue Kollektion zu gestalten. Stattdessen haben sie das Konzept für den Snug Chair gesehen, welches ich aus Fiberglas gefertigt habe, und waren sehr daran interessiert diesen Sessel herzustellen.
red dot: Kam Feel Good Designs bereits ins Spiel bevor das Konzept fertig war? Wie stark waren sie im Herstellungsprozess involviert?
Dennis Abalos: Feel Good Designs pflegen sehr gute Beziehungen zu internationalen Herstellern und haben mich bei der gesamten Produktion – von meinem Design-Konzept bis zum finalen Entwurf und den Konstruktionsplänen – unterstützt.
Wir haben in der Prototyp- und Testphase des Herstellungsprozesses eng zusammengearbeitet. Wir haben unterschiedliche natürliche Materialien ausprobiert und einige Testobjekte hergestellt, bis wir mit dem Resultat vollständig zufrieden waren.
red dot: Was motiviert Ihre Designs?
Dennis Abalos: Wenn ich designe, liegt meine Motivation darin, ein Produkt zu entwickeln, des originell und innovativ ist. Dies kann durch eine besondere Form, durch die Lösung eines funktionellen Problems, durch den Gebrauch neuer Materialien und Technologien oder aber auch durch die Anwendung unterschiedlicher Herstellungsprozesse anderer aus anderen Industriezweigen geschehen.
» Weitere Informationen zu Dennis Abalos und seinen Arbeiten
» Online-Ausstellung der Sieger des red dot award: design concept 2011






