A. Rodtschenko: Bücher zu allen Wissensgebieten. 1925
L. Lisickij: Mit dem roten Keil - schlag die Weißen. 1920
D. Moor: Lenin mit der Fackel. 1919
S. Igumnov: Rotten wir die Spione und Saboteure, die trotzkistisch-bucharinschen Agenten des Faschismus aus! 1937

02.03.2004

Ausstellung "Werbung für die Utopie"

Russische und sowjetische Plakate im Essener Folkwang-Museum und im red dot design museum vom 13.3. bis 18.4.2004

Die Ausstellung "Werbung für die Utopie" zeigt 106 der schönsten und eindrücklichsten Plakate aus der Russischen Staatsbibliothek in Moskau. Dazu gehören Arbeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft, angefangen von Reklame im Jugendstil bis hin zur aktuellen Bildsprache der nachsowjetischen Zeit.

 

Die Auswahl beruht einem langjährigen wissenschaftlichen Forschungsprojekt zur kulturgeschichtlichen Entwicklung des Plakats in der Sowjetunion, das von Klaus Waschik vom Lotman-Institut in Bochum und Nina Baburina von der Russischen Staatsbibliothek in Moskau durchgeführt wurde. Dafür haben sie über 3500 russische und sowjetische Plakate gesammelt und bearbeitet.

»Das Plakat kennt keine selbstgenügsamen Momente. Das Plakat ist kondensierte Energie, eine Ladung, die in die Dichte der Volksmasse geschossen wird« – so beschrieb 1925 der junge Kunsthistoriker Nikolaj Tarabukin die explosive Kraft dieses besonders für die Oktoberrevolution und die Zeit danach so wichtigen Massenmediums. In wenigen Worten und mit einprägsamen bildnerischen Formen sollte es für eine neue und bessere Gesellschaft werben – oder schlicht informieren. So entstanden zum Beispiel in den 1920er Jahren oft über Nacht die sogenannten »ROSTA-Fenster«, Plakate, mit denen Künstler wie Vladimir Majakovskij in einzelnen Szenen und mit gereimten Sprüchen über die Lage der Nation aufklärten.

Im Museum Folkwang sind neben zwei Rekonstruktion von Propagandatürmen, die der Konstruktivist Gustav Klucis 1921 für die Revolutionsfeierlichkeiten in Moskau konstruierte, die Originalplakate aus der Russischen Staatsbibliothek in Moskau zu sehen. Ein ausführliches Videoprogramm führt den Besucher in die Geschichte und die Themengruppen der russischen Plakatkunst ein.

Im red dot design museum finden Sie die Rekonstruktion des Medienturms des Bauhaus-Künstlers István Sebök von 1929. Hier läuft auf drei großen Bildschirmen die interaktive DVD, die anläßlich des Forschungsprojektes entstand. Sie sind eingeladen, sich auf eine spannende Reise in die Welt der russischen und sowjetischen Plakatkunst zu begeben.

Weitere Informationen zu den Plakaten: www.russianposter.ru

Museum Folkwang

Goethestraße 41

D-45 128 Essen

Telefon 0201. 88 45 301

Fax 0201. 88 45 330

Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr geöffnet, Freitag bis 24 Uhr.

WWW.MUSEUM-FOLKWANG.DE

 

red dot design museum

Gelsenkirchener Straße 181

D-45309 Essen

Telefon 0201. 30 10 4-0

Fax 0201. 30 10 4-40

Dienstag bis Donnerstag: 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Freitag bis Sonntag: 11.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.