Decke aus Guipurespizte neben Verpackungen "Femina" von Cailler und "Lindola", Schweiz, 70er Jahre
Wortmuster im Buch "Inversions", Gestaltung Scott Kim, BYTE Books, Mc Graw-Hill, USA 1981
Armbanduhren "Coloured Love" (1988) und "Stucchi" (1990), Swatch, Abohülle der SBB (1991) und Dessertteller "Evolution – Farfalle" (1996), Dekor von Yvonne Rothmayr
Hutschachtel, Louis Vuitton und Tragetasche, Tati, Frankreich: Ein Muster als weltweite Erkennungsmarke

30.06.2004

Ausstellung "Musterspiele" in Zürich

Ab dem 6. Juli zeigt das Museum für Gestaltung Zürich, Schweiz, die Ausstellung "Musterspiele – Ornamentale Gestaltungsansätze". Der neue gemeinsame Standort der Design- und Grafiksammlung, Förrlibuckstr. 46, wird Schauplatz der Debatte zwischen Lust und Last von Dekor, Muster und Ornament.

 

Ein wertfreies Nebeneinander von etabliertem Design, Experiment und Kitsch: Die heterogenen Sammlungsbestände schaffen unerwartete Zusammenhänge und eröffnen unterschiedliche Gestaltungsansätze. Wie kommuniziert ein Spitzenmuster auf einer Verpackung mit einer echten Spitzendecke? Wie entstehen Ornamente ohne Ornament? Die Ausstellung gibt Antworten, indem sie Objekte arangiert und so kombiniert, dass neue Einsichten entstehen. Dabei werden verschiedene Themenbereiche als Schwerpunkte gesetzt: "Kult" beispielsweise ist der Themenblock, in dem serielle Marken oder Muster zum Ornament werden. Diese Ornamente stehen zwar für eine länderspezifische Designkultur, sind jedoch global erkennbar. Sowohl das Muster, das für sich genommen zum Kult wird, als auch das Objekt, das durch Muster zum Kultobjekt wird, sind Thema: Angesteckt vom Instanterfolg der Swatch, entwickelte sich in der Schweiz eine Warenkultur der Muster und Ornamente. Mit Kollektionen und limitierten Auflagen verfolgten die Produzenten eine Strategie der Umwandlung von Serienprodukten in begehrte Designobjekte.

Als Veranstaltungen zur Ausstellung gibt es unter anderem Diavorträge, Konzerte, eine szenische Lesung sowie ein eintägiges Symposium "Zur Wiederkehr des Ornaments" an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.

Weitere Informationen zur Ausstellung und den Veranstaltungen unter

www.museum-gestaltung.ch

Museum für Gestaltung Zürich

Designsammlung – Grafiksammlung

Förrlibuckstraße 62

8005 Zürich