Toyo Ito: Ripples, 2003. Sechs Schichten verschiedener Hölzer ermöglichen das außergewöhnliche Design dieser Sitzbank. Hersteller: Horm, Italien. Foto: Toyo Ito & Associates, Japan
MIKAN: EleFan(t), 2004. Aufblasbare Wohnstruktur aus Stoff. Foto: MIKAN
Hiroyuki Matsukage: BEER, SEX, MYLIFE, 1995. Digitaldruck, Leihgabe der Mizuma Art Gallery, Tokyo
Tokujin Yoshioka: Honey-pop chair, Stuhl aus Papier, 2002. Hersteller: Driade, Italien, Sammlung des The Israel Museum
Naoto Fukasawa: Licht mit Schale (A Light with a Dish), 2004. Hersteller und Foto: Takara Co. Ltd., Japan

23.07.2004

Ausstellung Design & Architektur Japans in Israel

Vom 31. Juli bis 11. Dezember 2004 zeigt das The Israel Museum, Jerusalem, die Ausstellung "Fusion: Design + Architektur in Japan". Werke von mehr als 30 zeitgenössischen Künstlern, Architekten und Designern sind zu sehen. "Fusion" ist die erste große Präsentation von Design und Architektur aus Japan in Israel.

 

"Fusion" ist Teil einer Reihe von Ausstellungen im The Israel Museum, die zeitgenössische und historische Strömungen der Japanischen Kunst und Kultur erforschen. Die Ausstellung zeigt junge Designer, die die Grenzen zwischen Grafikdesign, Fotografie, Bühnenbild und Musik verschwimmen lassen. Anteile aus anderen Medien zu leihen, zu vermischen, zu schaffen und neu zu gestalten, das alles ist erlaubt. Dies ist etwa im Werk von Hiroyuki Matsukage zu sehen, dessen Fotografien verschiedenste Einflüsse einfangen, die in der japanischen Werbung auftauchen, und die somit westliche und japanische Symbole auf ungewöhnliche Weise miteinander verknüpfen.

Modedesigner Issey Miyake und Textildesigner Reiko Sudo lassen traditionelles Handwerk mit futuristischer Technologie verschmelzen und produzieren revolutionäre Stoffe und Mode. Bei Miyakes Kollektion A-POC ("A Piece of Cloth") von 2001 können Kunden sogar selbst mitwirken: Sie können im letzten Produktionsschritt Ärmel und Röcke entsprechend ihren eigenen Wünschen kürzen.

Bekannte japanische Architekten präsentieren in der Ausstellung ihre Innovationen. Toyo Ito ist mit seinem Projekt "Sendai Mediatheque" (2001) vertreten, eine Kombination aus Kunstgalerie, Bibliothek, Servicezentrum für Hör- und Sehbehinderte und einem Visual Imaging Medienzentrum. Auch Itos Sitzbank "Ripples" (2003) ist in "Fusion" zu sehen, bei der mehrere Holzschichten übereinander liegen und einige rundliche Ausschnitte einen Einblick in das ungewöhnliche Design geben. Architekt Shigeru Ban, der bekannt ist für seine Gebäude aus recyclebarem Material wie Bambus und Pappkartonröhren, zeigt Objekte aus seinem Werk. Außerdem sind zwei Installationen zu sehen: Das Architektur-Atelier Bow-Wow hat eine Bibliothek mit 1.200 Manga Comics eingerichtet, "MangaPod" (2002), die für die Besucher als Ruhezone dient, und MIKAN präsentiert "EleFan(t)" (2003), ein aufblasbares, mobiles Haus aus Stoffen.

Die Ausstellung zeigt auch eine Reihe Objekte, die das japanische Produkt Design repräsentieren, wie Elektrogeräte von Sharp und Sony, Haushaltsprodukte aus dem Kult-Shop Muji, Möbelstücke wie den Stuhl "Honey Pop" (2001) von Tokujin Yoshioka sowie die Zen-ähnlichen Objekte von Naoto Fukasawa.

Weitere Informationen unter

www.imj.org.il