Pressemitteilung

Hiroshi Ishibashi erhält Red Dot: Personality Prize 2023 für beispielloses Engagement im Zeichen der Designförderung


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Den Wert von Design erkennen und fördern – diesem Ziel widmet Hiroshi Ishibashi seine gesamte Karriere. Was mit der Arbeit für das familieneigene Unternehmen Bridgestone beginnt, findet seinen Höhepunkt im 2020 eröffneten Artizon Museum. Dazwischen liegen rund 40 Jahre intensiver Arbeit in eigens gegründeten Unternehmen und mit internationalen Partnern.
Für sein Engagement, welches ganz im Zeichen der Designförderung steht, wird Hiroshi Ishibashi 2023 mit dem Red Dot: Personality Prize geehrt.

Gelungener Karrierestart: Ein neues Corporate Design für das Familienunternehmen

Bridgestone Tire – der Reifenhersteller genießt heutzutage eine außerordentliche internationale Bekanntheit. Zu verdanken ist dies auch Hiroshi Ishibashi. Als er 1972 von seinem Studium aus den USA nach Japan zurückkehrt, beginnt er seine berufliche Laufbahn im Familienunternehmen Bridgestone: Für eine Expansion in die USA soll die Corporate Identity aktualisiert werden. Ein Projekt, dem Hiroshi Ishibashi sich annimmt. Er baut sein erstes Designteam auf, unternimmt Forschungsreisen und entwickelt schließlich ein neues Grafikdesign-System sowie ein neues Logo für das von seinem Großvater gegründete Unternehmen. Ein voller Erfolg – auch für die internationale Markterweiterung.

In Japan warten nach seiner Rückkehr aus dem Studium jedoch nicht nur eine Fülle von neuen Aufgaben für das familieneigene Unternehmen auf Hiroshi Ishibashi, sondern auch das Potential, im gesamten Land ein neues Bewusstsein für Design zu kreieren. Denn: Japan hatte sich in den Sechzigerjahren wirtschaftlich enorm weiterentwickelt, den Mehrwert von Design dabei jedoch übersehen. Design wurde nicht als Profession anerkannt. Die Grenzen zum Handwerk und zur Kunst waren verschwommen und wurden missverstanden.

Design Center, Gallery, Magazine und Forum – die Entwicklung von AXIS

Während Hiroshi Ishibashi bei Bridgestone arbeitet, sondiert er als leidenschaftlicher Designer und Unternehmer auch neue Ideen. Er ist sich sicher, dass gut gestaltete Produkte auch skeptische Unternehmen vom positiven Einfluss von Design auf den Gewinn und den Ruf eines Unternehmens überzeugen können. Er verwandelt diese Idee in einen Geschäftsplan und eröffnet schließlich am 23. September 1981 das AXIS Design Center in Roppongi, Tokio.

Damit ist die Basis für Designförderung in Japan gelegt. Besucher werden mit Gestaltungen, Produkten und Aktivitäten in Kontakt gebracht, die tief in der Alltagswelt verwurzelt sind.

Mit dem Bildungsprogramm der AXIS Gallery wird das Konzept ergänzt. Um den Ruf und die Sichtbarkeit von AXIS als aufsteigendes internationales Designzentrum zu stärken, lädt AXIS Ettore Sottsass aus Mailand ein, seine neueste avantgardistische Möbelkollektion, die später unter dem Namen Memphis bekannt wird, in der Galerie auszustellen. Dies ist der erste Schritt hin zu einem länderübergreifenden Netzwerk aus Designern und Unternehmen. In den Achtziger- und Neunzigerjahren sponsert AXIS eine Reihe von weiteren Designausstellungen und erlaubt Designschulen, die AXIS Gallery für Ausstellungen ihrer Absolventen zu nutzen.

Zu AXIS gehört auch das gleichnamige, zweisprachiges Magazin, das japanischen Lesern das Fenster zu westlichem Design öffnet und gleichzeitig ausländischen Lesern seltene Einblicke in die japanische Designszene ermöglicht. Mit dem AXIS Forum, bei dem Designer, Architekten und andere Kreative sich live mit einem Publikum austauschen, werden nationale und internationale Beziehungen vor Ort, aber auch per Online-Stream aufgebaut und gepflegt.

Ausstellungszentrum für französischen Impressionismus und moderne japanische Kunst: Das Artizon Museum

Seinen Einfluss macht Hiroshi Ishibashi weiterhin als Direktor des 2020 eröffneten Artizon Museums geltend. Das Museum lässt die ehemalige Bridgestone Gallery, die sein Großvater 1952 eröffnete, wieder aufleben und ist ein bedeutendes Ausstellungszentrum für Meisterwerke des französischen Impressionismus und für moderne japanische Kunst. Ishibashi verbindet so einmal mehr die asiatische und die westliche Welt miteinander.

Red Dot: Personality Prize für Designförderer Hiroshi Ishibashi

Hiroshi Ishibashi hat eine Karriere erschaffen, die sich kompromisslos für den Wert von Design und für die Wahrnehmung dessen einsetzt. Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO von Red Dot, fasst dessen Einfluss auf die Entwicklung der japanischen Designbranche und Wirtschaft zusammen: „Mit der Etablierung von AXIS hat Hiroshi Ishibashi japanischen Designern eine Bühne bereitet, die ihresgleichen sucht. Viele bekannte Designer und Unternehmen der westlichen Welt kamen nur aufgrund seines Engagements in den Achtziger- und Neunzigerjahren nach Tokio und richteten dort neue Firmensitze ein. So ist es ihm gelungen, landesweit eine vollkommen neue Wahrnehmung für die Verbindung von Design mit geschäftlichem Erfolg zu erzeugen. Hiroshi Ishibashi hat kompromisslos seine gesamte Karriere dafür genutzt, den Wert von Design in Japan zu etablieren und zu festigen und damit gleichzeitig außerordentlich viel für den interkontinentalen Austausch und das internationale Netzwerk von Gestaltern und Unternehmern beigetragen. Es ist mir eine große Freude, diesen beispiellosen Einsatz mit dem Red Dot: Personality Prize zu krönen.“

Seit 2020 wird der Ehrentitel „Red Dot: Personality Prize“ an einen Creative Leader vergeben, der es geschafft hat, eine gravierende Veränderung einzuleiten, Chancen zu nutzen und etwas Neues zu schaffen. Hiroshi Ishibashi wird nach Claudio Luti und Jean-Claude Biver diese Ehre zuteil.

 

 

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